Tolkien Tag Niederrhein lädt ein zum größten Tolkien-Spektakel Deutschlands

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Das sehr erfolgreiche Tolkien Seminar liegt kaum hinter uns und schon steht die nächste Tolkien-Veranstaltung im Westen Deutschlands kurz bevor: Der Tolkien Tag am Linken Niederrhein. Dieses Tolkien-Wochenende verspricht wieder eines der größten Spektakel seiner Art zu werden. Die letzten Tolkien Tage am Niederrhein haben jeweile mehr als 1000 Besucher angezogen!35460_10151265693781423_616985804_n

Der zweitägige Tolkien Tag bietet in diesem Jahr unter anderem Vorträge von Prof. Dr. Arnulf Krause, Dr. Dr. h.c. Frank Weinreich, Friedhelm Schneidewind, Dr. Christian Weichmann, Dr. h.c. Julian Eilmann, Renée Vink, Tobias M. Eckrich, Andreas Zeilinger und Myk Jung. Umrahmt wird das Vortragsprogramm von Workshops – von Metbrauen bis hin zu Schneidern, Sticken und Bogenschießen. Die international bekannte Tolkien-Illustratorin Jenny Dolfen gibt einen Grundkurs Fantasy-Figuren zeichnen und zeigt ihre Bilder in einer Ausstellung, zusammen mit einem der bekanntesten Tolkien-Künstlern der Gegenwart: Jay Johnstone aus Newcastle (England).

Des Weiteren wurde die Anzahl der Mittelerde-Lager, in denen die Besucher Zwergen, Orks, Zauberern oder Ringgeistern begegnen können, nahezu verdoppelt. Spiele, Tanz und Livemusik mit den Bands „Verus Viator“ und „Fafnir“, zahlreiche Marktstände und vielfältige Informationen – von kurios bis wissenschaftlich – rund um den Erfolgsautor J.R.R. Tolkien komplettieren das Angebot. So bietet der Tolkien Tag ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.

Mit internationalen Spezialitäten aus Mittelerde (aus regionalen Produkten zu günstigen Preisen) ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

„Mittelerde“ erwartet seine Besucher
am Samstag 25.05.2013, von 11:00-20:00 Uhr
am Sonntag 26.05.2013, von 11:00-18:00 Uhr.
Einlass jeweils ab 10:00 Uhr.

Eintrittspreise:
Tageskarte: 4,00 €
Wochenendkarte: 6,00 €
Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt.

Veranstaltungsort: Bürgerpark Pont, Friedensstraße 5, 47608 Geldern

Tolkien Seminar in Aachen ein großer Erfolg, Ehrendoktorwürde für Julian Eilmann!

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17 anregende Vorträge, täglich jeweils um die 70 Besucher, gute Laune, viele interessante Tolkien-Experten und eine Ehrendoktorwürde für einen Öcher: So war es, das zehnte Tolkien Seminar, dieses Jahr an der RWTH Aachen!

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Als am Freitagnachmittag nach und nach die ersten Besucher im Anglistischen Insitut der RWTH eintrudelten, konnte noch niemand ahnen, dass das diesjährige Tolkien Seminar eine solch große Resonanz erfahren würde. Aber spätestens als der Vortragsraum angesichts des Besucheransturms praktisch aus allen Nähten platzte (siehe Foto), war klar, dass die Aachner großes Interesse daran hatten, mehr über Mittelerde zu erfahren.

Wir Inda-Gefährten trugen ebenfalls zum Gelingen der Veranstaltung bei, betreuten wir doch während des gesamten Wochenendes den Bücherstand des rennomierten Tolkien-Fachverlag Walking Tree Publishers. Insgesamt verkauften wir Tolkien-Bücher für fast 500€. Als absoluter Verkaufsrenner erwies sich das nagelneue Fachbuch Tolkien’s Poetry unseres AG-Leiters Julian Eilmann. In Windeseile waren alle verfügbaren Exemplare verkauft.

Am Samstagabend erlebte Julian Eilmann dann noch eine ganz besondere Ehre, wurde ihm doch im von der Tolkien-Forschungsgemeinde die Ehrendoktorwürde der Dwarvish University of the Blue Mountains verliehen. Hierbei handelt es sich zwar nur eine fiktive Doktorwürde, aber in Tolkien-Kreisen ist diese anerkannte Auszeichnung so etwas wie der Ehren-Oscar für Tolkienisten. Julian Eilmann erhielt die Auszeichnung nicht nur für seine langjährigen Bemühungen in Tolkien-Forschung und DTG, sondern eben auch für die Weitergabe von Tolkiens Werk an die nächste Generation – und damit sind natürlich wir Inda-Gefährten gemeint!

Besonders bemerkenswert am Tolkien Seminar war die oben erwähnte große Publikumsresonanz. Während wissenschaftliche Konferenz oftmals geschlossene Veranstaltungen für eine Handvoll Fachleute darstellen, sprach das Tolkien Seminar ein breites Publikum an, was für das öffentliche Interesse an Mittelerde spricht.

Die Aachener Zeitung, die im Vorfeld ausführlich über das Seminar berichtete, hat die Veranstaltung mit einem schönen Nachbricht gewürdigt, den man hier lesen kann.

Einen sehr lesenswerten Rückblick auf das Seminar findet sich auch auf der Homepage des Tolkien-Experten Dr. Frank Weinreich.

Prof. Wenzel, der Seminar-Gastgeber der RWTH, hat die DTG am Ende der Veranstaltung dazu eingeladen, bei Interesse in der Zukunft noch einmal ein Seminar in Aachen zu veranstalten, ein Angebot, dass wir sicherlich gerne annehmen werden!

Julian Eilmanns Vortrag

Julian Eilmanns Vortrag, Foto Dr. Frank Weinreich (c)

Volle Zuschauerbänke bei den Vorträgen

Volle Zuschauerbänke bei den Vorträgen, Foto: Dr. Frank Weinreich (c)

Alle Fotos der Seite mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dr. Frank Weinreich

Tolkien Seminar in Aachen mit den Inda-Gefährten

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Wir Inda-Gefährten sind bei diesem Aachener Tolkien-Highlight aktiv mit dabei, dem zehnten Tolkien Seminar der Deutsche Tolkien Gesellschaft, das dieses Jahr vom 26.-28. April 2013 in Aachen stattfindet.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Anglistik der RWTH Aachen bietet das Seminar interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema Adaptionen von Tolkiens “Der Herr der Ringe“. Auch AG-Leiter Julian Eilmann ist mit einem spannenden Vortrag mit dabei (s. u.).

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Das Tolkien Seminar ist die internationale Tolkien-Konferenz der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. Seit 2004 veranstaltet die DTG an wechselnden Orten und zu wechselnden Themen dieses wissenschaftliche Symposium, dessen Schwerpunkt auf Leben und Werk J. R. R. Tolkiens liegt. Die Veranstaltung steht allen interessierten Zuhörern offen, ist aber auf ein wissenschaftlich orientiertes Publikum ausgerichtet.

Zu den Vorträgen, in deutscher und englischer Sprache, zählen dieses Jahr:

  • Thomas Fornet‐Ponse: Adaptieren heißt interpretieren – wie ein Werk an Bedeutungen verliert und neue bekommt
  • Annie Birks: Peter Jackson’s Adaption of The Lord of the Rings: Cash or Kudos?
  • Julian Eilmann: Erzählstrategien in J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe und Peter Jacksons Filmadaption
  • Tobias Hock, Frank Weinreich: Splatter in Middle‐earth? War and Violence between Book and Screen – a comparison
  • Marco Prost: Torn between books and movies: Video games adaptations from Lord of the Rings
  • Nicole Hützen, Timo Lothmann: Bringing Tolkien to the table: Narrative filtering and conceptual metaphor in the table top game adaptions Der Herr der Ringe and Der Hobbit
  • Christian Weichmann: Mittelerde auf Spielbrettern – (K)ein Kinderspiel
  • Natalia Gonzalez de la LLana: Recreating The Lord of the Rings: From Role‐Playing to Board Games
  • Renee Vink: Fanfiction as criticism
  • Sandra Hartl: Bored of the Rings? Parodie oder BlasphemSeminar-Aachen-2013-Plakat4ie?
  • Thorsten Werner: Das Mittelerdesammelkartenspiel – Eignung und Besonderheiten
  • Martin Sternberg: Adaptiertes Heldentum
  • Annika Röttinger: Angelsächsisches Rohan? Tolkiens anti‐normannischer Reflex hervorgehoben durch Peter Jacksons Film‐Adaption
  • Jay Johnstone: Iconography and Symbolism in Middle-earth
  • Stefanie Bauer: Leben in Mittelerde? – Tolkien‐Adaptionen im Liverollenspiel
  • Heidi Steimel: Music as a narrative element in Lord of the Rings Radio Plays
  • Tobias Escher: Ich komme mir vor, als ob ich in einem Lied wäre. Musik in J.R.R. Tolkiens Mittelerde und Vertonungen von Liedern und Gedichten aus Der Herr der Ringe
  • Friedhelm Schneidewind: Merchandising – ein Nebenschauplatz im Ringkrieg. Geschichte, Wirkungen und Auswirkungen eines überragenden Erfolges

Die Konferenz startet am Freitag, 26. April um 15 Uhr und endet am Sonntag, 28. April um 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist RWTH Aachen, Institut für Anglistik und Amerikanistik, Kármánstraße 17/19, 52064 Aachen.

>Weitere Informationen und Programm

Wir Inda-Gefärhrten sind natürlich mit dabei!

Interview mit Julian Eilmann zu Tolkien’s Poetry

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Wie berichtet, hat Tolkien-AG-Lehrer Julian Eilmann diesen Monat ein Fachbuch zu Tolkiens Gedichten veröffentlicht, das auf dem Tolkien Seminar am 27. April hier in Aachen offiziell vorgestellt wird.

Tolkiens Poetry

Wer sich für die spannende Entstehung eines solchen wissenschaftlichen Werkes interessiert, dem sei dieses Interview empfohlen, in dem Julian Eilmann ausführlich darüber berichtet, welche Arbeitsschritte solch ein Buch durchläuft, bevor es erscheint. Außerdem erfährt man dort, woher seine Begeisterung für Tolkiens Lyrik stammt und was sein Tolkien-Liebelingsgedicht ist.

Tolkien-Fachbuch “Tolkien’s Poetry” von Julian Eilmann erschienen

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Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden… Die Straße gleitet fort und fort… Wo sind Reiter und Roß und das Horn, das weithin hallende?…

Diese und andere Verse aus dem Herrn der Ringe klingen Tolkien-Fans sicherlich im Ohr. Egal ob Ringvers, Hobbit-Wanderlied oder Rohan-Elegie: In Tolkiens Hobbit-Romanen finden sich mehr als 80 Lieder und Gedichte, die es zu entdecken gilt. Viele Leser, die vor allem an der spannenden Geschichte interessiert sind, gehen über die Lyrik teils achtlos hinweg, dabei offenbaren die sehr stimmungsvollen Verse eine ganz andere Seite des Mythenschöpfers Tolkien.

Tolkiens PoetryDer Leiter der Inda-Gefährten, Julian Eilmann, forscht seit Jahren zu Tolkiens Gedichten und hat zu diesem Thema bereits zahlreiche Aufsätze publiziert. Im April erscheint nun ein Sammelband, den er zusammen mit Allan Turner herausgegeben hat. In dem Buch finden sich insgesamt elf Aufsätze von namhaften Tolkien-Forschern wie Tom Shippey oder Michael Drout. Das englischsprachige Buch bietet all denjenigen, die sich für die bisher kaum erforschte lyrische Seite von Prof. Tolkien interessieren, einen ersten Einstieg in die Thematik. Weitere Informationen zum Inhalt des Buches finden sich hier.

Vorgestellt wird das Buch im Rahmen des Tolkien Seminars am 27. April im Institut für Anglistik der RWTH Aachen. Dort kann das Buch auch zum vergünstigten Seminar-Preis erworben werden.

Änderung des 2. Hobbit-Filmtitels dank AG-Leiter Julian Eilmann

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Hobbit-Erstausgabe, Quelle Wikipedia

Als im Dezember letzten Jahres bekannt wurde, dass der zweite Hobbit-Kinofilm in Deutschland den Titel Die Einöde von Smaug tragen sollte, hielten viele Tolkien-Fans dies für eine grammatikalisch und stilistisch wenig glückliche Wahl. Einerseits klang dieser Titel doch sehr umgangssprachlich, andererseits weckte er die Assoziation, dass es sich bei Smaug nicht um eine Person, sondern um eine geographische Bezeichnung handelt.

Tolkien-AG-Leiter und DTG-Vorstandsmitglied Julian Eilmann wandte sich daraufhin am 21. Dezember 2013 in einem offenen Brief an Warner Bros., um auf die Problematik der Titelwahl hinzuweisen. Der Brief schlug im Internet große Wellen und löste ein vielfältiges Presseecho aus. Sogar dem Nachrichtensender N-TV war der Protest der deutschen Tolkienisten eine Nachricht wert, die am Tag ihrer Veröffentlichung sogar zum meistgelesenen Artikel in der Rubrik Unterhaltung avancierte.

Schien es zwischenzeitlich so, als würde Warner Bros. die Einwände gegenüber der Titelwahl ignorieren, so hat man sich inzwischen offenbar eines Besseren besonnen und den Titel entsprechend angepasst: Inzwischen verwendet der Filmverleih den von Julian Eilmann vorgeschlagenen Titel Smaugs Einöde bei seinen offiziellen Internetauftritten und Ankündigungen.

Wir Inda-Gefährten freuen uns, dass wir Tolkienisten mit dieser Aktion Einfluss auf die öffentliche Darstellung Tolkiens nehmen konnten. 

Programm und Besucherinformationen zum Tolkien Seminar 2013 in Aachen

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Anke Eißmann Plakat Tolkien Seminar 2013

Anke Eißmann Plakat Tolkien Seminar 2013

Zum nunmehr zehnten Mal lädt die Deutsche Tolkien Gesellschaft ein zum Tolkien Seminar, das vom 26. – 28. 4. in der Kaiserstadt Aachen stattfindet. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Anglistik, Amerikanistik und Romanistik der RWTH Aachen und Walking Tree Publishers bietet das DTG-Seminar wieder einmal interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema „Adaptionen von Tolkiens Der Herr der Ringe. Alle Informationen zu Programm, Anreise, Unterkunft, Seminar-Dinner und Stadtführung findet ihr hier. Vor Ort organisiert wird das Seminar von Tolkien-AG-Leiter Julian Eilmann. Wir Inda-Gefährten lassen uns dieses Highlight natürlich nicht entgehen!

RWTH Aachen Hauptgebäude

RWTH Aachen Hauptgebäude

Die Inda-Gefährten gratulieren zu Tolkiens 121. Geburtstag

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Heute vor 121 Jahren wurde der Mann geboren, ohne den es uns Inda-Gefährten nicht geben würden: John Ronald Reuel Tolkien. Wir danken Tolkien für die vielen wunderschönen Stunden, die wir bei der Erkundung der von ihm geschaffenen Welt verbringen durften! Immer wieder inspirieren uns diese fantastischen Geschichten, und wecken bei uns den Funken der Kreativität! Wir sind uns sicher: Auch Tolkien hätte seine Freude daran, wie wir auf den Pfaden Mittelerdes wandern und so sein Werk mit Leben erfüllen.

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Die Inda-Gefährten wünschen frohe Weihnachten!

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Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen und Weihnachten steht vor der Tür. Mit diesen grandiosen Impressionen aus dem Weihnachtstraum Chatsworth House wünschen wir euch allen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr! (Wer mehr von unserer Exkursion nach Chatsworth House sehen möchte, dem sei unsere England-Dokumentation empfohlen.)

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Krönender Abschluss eines großartigen Tolkien-Jahres in Aachen: Anke Eissmann und Dr. Frank Weinreich zu Gast bei den Inda-Gefährten

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Am Freitag den 07. 12. luden die Inda-Gefährten zu einer interessanten Tolkien-Veranstaltung in der Stadtbibliothek Aachen ein: So ist es uns gelungen, Deutschlands bekannteste Tolkien-Künstlerin, Anke Eissmann, und den namhaften Tolkien-Experten Dr. Frank Weinreich für einen unterhaltsamen und lehrreichen Tolkien-Abend zu gewinnen. Anke Eissmann stellt bis Anfang Januar 2013 ihre Originalbilder in der Stadtbücherei aus und führte am Freitag in die Ausstellung ein. Die Besucher konnten sich die Zeit nehmen, die atmosphärischen Aquarelle genau unter die Lupe zu nehmen und mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.

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Anschließend stellte Dr. Frank Weinreich kenntnisreich und äußerst lebhaft Tolkiens Leben und Werk vor. Hier verwies der Tolkien-Experte u. a. auf zahlreiche aufschlussreiche Parallelen zwischen Tolkiens Leben uns seinen Mittelerde-Texten. Die Besucher lauschten offensichtlich gebannt seinen Ausführungen. Besonders faszinierend waren die Erklärungen zur zentralen Frage, warum die Fantasy, die Tolkien ja bekanntlich mitbegründet hat, so viele Millionen Leser begeistert. Weinreich, der diesem Thema eine eingehende und sehr empfehlenswerte Studie gewidmet hat, schlug den Bogen von der Bedeutsamkeit mythologischer Erzählungen bis zur modernen Fantasy und machte so deutlich, dass die Fantastik den Leser im wahrsten Sinne des Wortes „bezaubert“, ihm neue Sinnhorizonte erschließt und somit letztendlich metaphysische Bedürfnisse befriedigt. All jene Journalisten und Kritiker, die das Leserinteresse an Fantasywerken nur allzu oft als überflüssige Weltflucht abwerten möchten, sollten sich einmal Weinreichs kluge Ausführungen zu Gemüte führen! Die Beschäftigung mit Fantasy – und im besonderem Maße Tolkiens Werk – kann eben mehr sein als bloßer Zeitvertreib. Vielmehr bieten diese modernen Mythen Zugänge zu sinnstiftenden Erfahrungen, die in der materialistischen Gegenwart kaum mehr möglich sind.

Nach diesem Vortrag, der Lust darauf machte, sich direkt wieder ein Tolkien-Buch zur Hand zu nehmen, schloss Weinreich den Abend mit einer fantastischen Mittelerde-Kurzgeschichte, in der wir ein folgenreiches Jugenderlebnis eines ganz besonderes Hobbits miterleben durften. Da wir Inda-Gefährten gegenwärtig ebenfalls Kurzgeschichten zu Tolkiens Werk verfassen, war dies für uns noch einmal eine besondere Inspiration.

So freuen wir uns darüber, mit diesem lehrreichen Tolkien-Abend unsere ganzjährige Veranstaltungsreihe in der Stadtbibliothek Aachen würdig abzuschließen. Anke Eissmanns Bilder und unsere Tolkien-Ausstellung sind noch bis Anfang 2013 in der Bücherei zu sehen. Wer die sehenswerten Ausstellungen bisher noch nicht besucht hat, sollte die Weihnachtszeit also für eine „Reise nach Mittelerde“ nutzen. Viel Spaß!

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