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Hobbit-Erstausgabe, Quelle Wikipedia

Als im Dezember letzten Jahres bekannt wurde, dass der zweite Hobbit-Kinofilm in Deutschland den Titel Die Einöde von Smaug tragen sollte, hielten viele Tolkien-Fans dies für eine grammatikalisch und stilistisch wenig glückliche Wahl. Einerseits klang dieser Titel doch sehr umgangssprachlich, andererseits weckte er die Assoziation, dass es sich bei Smaug nicht um eine Person, sondern um eine geographische Bezeichnung handelt.

Tolkien-AG-Leiter und DTG-Vorstandsmitglied Julian Eilmann wandte sich daraufhin am 21. Dezember 2013 in einem offenen Brief an Warner Bros., um auf die Problematik der Titelwahl hinzuweisen. Der Brief schlug im Internet große Wellen und löste ein vielfältiges Presseecho aus. Sogar dem Nachrichtensender N-TV war der Protest der deutschen Tolkienisten eine Nachricht wert, die am Tag ihrer Veröffentlichung sogar zum meistgelesenen Artikel in der Rubrik Unterhaltung avancierte.

Schien es zwischenzeitlich so, als würde Warner Bros. die Einwände gegenüber der Titelwahl ignorieren, so hat man sich inzwischen offenbar eines Besseren besonnen und den Titel entsprechend angepasst: Inzwischen verwendet der Filmverleih den von Julian Eilmann vorgeschlagenen Titel Smaugs Einöde bei seinen offiziellen Internetauftritten und Ankündigungen.

Wir Inda-Gefährten freuen uns, dass wir Tolkienisten mit dieser Aktion Einfluss auf die öffentliche Darstellung Tolkiens nehmen konnten. 

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